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Als endlich im Jahre 1812 der Augenblick der Entſcheidung nahte, unterhandelte Napoleon mit Oeſtreich uud Preußen uͤber ihre Verbindung mit ihm im bevorſtehenden Kriege mit Rußland. Mit Seſtreich ward der deshalb abgeſchloſſene Ver⸗ trag am 14. Marz unterzeichnet, mit Preu⸗ ßen das Defenſivbuͤndiß bereits am 24. Fe⸗ bruar. Beide Maͤchte uͤbernahmen darin die ge⸗ genſeitige Gewährleiſtung ihrer damaligen Beſitzun⸗ gen, und in Beziehung auf die Stellung gegen England, die Behauptung der im Utrechter Frie⸗ den aufgeſtellten Bedingungen fuͤr die Seerechte und den neutralen Handel. In zwei geheimen Artikeln verpflichtete ſich Preußen, auf den Fall eines Krieges gegen Rußland, 20,000 Mann zu ſtellen, wogegen Napoleon dem Koͤnige, nach gluͤcklicher Beendigung des Krieges, fuͤr die Ko⸗ ſten deſſelben eine Entſchädigung in Laͤndern ver⸗ ſprach. Die uͤbrigen Beſtimmungen betrafen die Straßen durch das preußiſche Gebiet fuͤr die durch⸗ ziehenden Heere, die Beſetzung der Feſtungen Spandau und Pillau von den Franzoſen, die Na⸗ turallieferungen fuͤr die Truppen, und die Aus⸗ ſetzung der preußiſchen Zahlungen waͤhrend der Dauer des Krieges.
Bald nach dem Abſchluſſe dieſes Vertrages, ſprachen der Kaiſer von Oeſtreich und der Koͤnig von Preußen ihren neuen Bundesgenoſſen zu Dres⸗ den(Mai 1812), auf feiner Reiſe zu dem, im Herzogthume Warſchau aufgeſtellten, Heere. Der preußiſche Heerestheil aber brach, anfangs unter Grawerts, ſodann unter Yorks Oberbefehle, nach der Grenze von Kurland mit der Beſtimmung auf, dieſe Provinz zu erobern und zu beſetzen.


