Teil eines Werkes 
4. Band (1854)
Entstehung
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Mann, Du kennſt den kritiſchen und unabhängigen Geiſt Dei⸗ ner Leute! Dieſes Mannöver, das ebenſo gefährlich als unnütz iſt, wird ſie vielleicht verdrießen. Dieſelben Flibuſtier, die auf ein Zeichen von Dir nicht anſtehen würden ſich über Hals und Kopf einer Kartätſchen⸗Batterie entgegenzuſtürzen, wenn ihnen das Opfer nützlich erſchiene, werden vielleicht murren, wenn ſie ſehen, daß Du ihren Muth zur Befriedigung Deiner Launen anwendeſt! Es wäre nicht das erſte Mal, daß ſie einen Ca⸗ pitän abſetzen würden. Folge mir, ſetze Deine Popularität nicht auf's Spiel.

Eben um meine Popularität zu verſuchen handle ich ſo, ſagte der ſchöne Laurent. Ich will das Maß des Einfluſſes kennen, den ich auf die Küſtenbrüder ausübe.

Aber Laurent, bedenke doch!

Wenn ich einen Wunſch habe, ſo bedenke ich nicht, ſondern ich handle, unterbrach ihn Laurent. Matroſe, ich errathe den Grund Deiner Einwendungen: Du biſt auf das Bischen Ruhm eiferſüchtig, das meine Kühnheit mir einbringen könnte! Steige mit mir auf den Commandopoſten, wir werden uns in den Ruhm theilen.

Obwohl Morvan das Projekt ſeines Matroſen nicht bil ligte, ſo klang ihm dieſer Vorſchlag doch ſo angenehm, daß er nicht daran dachte, ihn zurückzuweiſen.

Er verfügte ſich eilends nach dem Commandopoſten.

Ein letztes Wort, Matroſe, ſagte er; meinſt Du nicht, daß es beſſer wäre, die Mannſchaft zu Mitſchuldigen an unſerer Tollkühnheit zu machen? Einige Worte werden Dir hierzu genügen.

Der Rath iſt nicht ſchlecht; ich danke Dir.

Laurent verſammelte ſogleich die Mannſchaft im Hinter⸗ theile des Schiffes.

Küſtenbrüder, ſprach er zu ihnen, wir alle haben das⸗ ſelbe Ziel; unſer Eifer bei der gemeinſchaftlichen Sache iſt aber ſo groß, daß wir hoffentlich mit Vergnügen jede Gelegenheit benützen werden, um zu zeigen, wie weit wir über den Herren von der königlichen Marine ſtehen! Ihr habt es eben mit⸗ angeſehen, wie der Saint⸗Louis unverrichteter Sache zurückkeh⸗ ren mußte. Wollt Ihr, daß wir unter den Augen der ganzen