Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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gen bis an den Morgen geffnet; aber dieſes Herz war befriedigt und eine Nacht waͤhret nicht lange, wenn man ſie durch Geſpraͤche von dem Geliebten tuͤrzen darf. Die arme Julie, welche weder ge⸗ liebt war, noch liebte, war am meiſten dabei zu be⸗ klagen. Haͤtte ſie wenigſtens leſen können! aber alle Augenblicke ward ſie unterbrochen, und mußte Din⸗ gen ihr Ohr leihen, die ſie nun einmal nicht ver⸗ ſtand. Wenn man noch nie Herzweh empfunden, ſo bekuͤmmert man ſich nicht um Herzenstheorien.

Der Fuͤrſt ſuchte bis Mittag hin Paula zu zerſtreuen; von dieſer Zeit an war es indeſſen un⸗ moglich, ſie laͤnger zu feſſeln. Sie ſah nach ihrer uhr, nach der Wanduhr, eine von beiden mußte na⸗ turlich zu ſpaͤt gehen, und taugte nichts. Sie ging ant Fenſter, verließ es, um Julien hinabzuſchicken, denn es waͤre nicht das erſtemal geweſen, daß die Briefe eine Stunde fruͤher angekommen waren, und eine Stunde war viel werth.

Welcher neuer Joſun haͤlt heute die Sonne in ihrem Laufe auf! ſagte ſie laͤchelnd, und barg ihre verliebte ungeduld an dem Buſen ihres Vaters. Sie ſteht ſeit fuͤnf Minuten, daß ich ſie anſehe, auf einem und demſelben Fleck ganz ſtill. Ganz gewiß ſteht ſie ſtill, und ſeitdem Joſun dies Wunder gethan hat, dreht ſich die Erde um die