Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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fen. Perſonen von unſerm Range ſollten wenig⸗ ſtens den Schein beobachten.

Ew. Durchlaucht nehmen mir das Papier weg? um zu ſehen, was Du geſchrieben haſt.Sie ſtecken es ein? Zu ſeiner Zeit werde ich ſchon Gebrauch davon machen. Ein Maͤdchen, das mit einer ſolchen Be⸗ ſtimmtheit und Genauigkeit ihre Befehle dem getreuen Erich zu ertheilen gewußt hat, ein ſolches Talent.. Doch genug, ich bin uͤberzeugt, dieſe Befehle kommen von Dir, Du haſt ſie geſchrieben. Jetzt iſt es mir klar, warum Erich alles ſo verborgen hielt, er kennt die Wichtigkeit von allem,

was aus Matiskas Feder fließt, ha, ha!

Adien, Matiska, ich glaubte Dich doch ein wenig gewandter, Du biſt aber ein ganz gewoͤhnliches Kammermaͤdchen, und mich verwundert jetzt nicht weiter, daß mein Sieg mir ſo leicht geworden iſt. Matiska war wie vernichtet.

Was aber jetzt beginnen? Soll ich die Fuͤr⸗ ſtinn bei Geſandten ſuchen? fragte ſich der Fuͤrſt, indem er die Treppe hinabſtieg. Das ſchlimm⸗ ſte, was mir begehnen kann, iſt kalt empfangen zu werden, ich will mich dem ausſetzen. Ueberdies

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