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ſobald wir das andere Ufer erreicht hatten. So iſt nun einmal der Menſch.
Wir ſchienen beſtimmt zu ſein, dieſen ganzen Tag über den Gegenſatz von Furcht und dem Gefühle der Sicherheit durchzumachen, denn wir gelangten jetzt in jene eiſigen Schluchten, welche man die Schollenen nennt. Hier ſcheint
die Natur ihre Thätigkeit und ihr Leben verloren zu haben,
keine menſchliche Wohnung, kein vorüberfliegender Vogel zerſtreut die tiefe Traurigkeit, welche ſich hier des Men⸗ ſchen bemächtigt; hier iſt Alles ſchweigend, Alles erſtor⸗ ben: Kreuze, welche hier und da aufgepflanzt ſind, erin⸗ nern uns daran, daß ſich der Voden, auf welchem wir wandeln, plötzlich unter unſeren Füßen öffnen, daß eine Lawine uns vielleicht für ewig verſchlingen könnte.
Wir zogen mit vieler Vorſicht weiter; wir ſuchten durch eigentlich unüberlegte, aber doch mit jenem ange⸗ bornen Inſtinkte, welcher uns niemals ganz verläßt, be⸗ 3 rechnete Bewegungen, das Gewicht unſeres Körpers zu verringern. Wir glichen vollkommen Leuten, welche über einen zugefrornen Fluß ſetzen müſſen, und welche die Dicke des Eiſes, das venſelben bedeckt, nicht kennen;z ſie treten mit einem Fuße vor, treten zuerſt aber nur ſehr leicht auft: bald wird der Druck ſtärker und erſt, wenn das Eis auch dieſem widerſteht, treten ſie auch mit dem zweiten Fuße vor. Sie gewinnen ſo das andere Ufer zitternd, und fort⸗ während von dem Gedanken in Schrecken gehalten, daß ſie von dem Tode nur durch eine dünne Eisdecke, welche jeden Augenblick zerbrechen kann, getrennt ſind. Auf eben


