Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
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ich mich wenig bekümmerte; aber er theilte es mit uns, und ich richtete eine Menge von Fragen in Bezug auf das Verſchwinden Colombe's an ihn, welche er mir nicht auf eine befriedigende Art zu beantworten vermochte. Er hatte Colombenreizend gefunden: das hatte er mit allen Denen, die ſie ſahen, gemein; ihre Miene hatte Betrübniß ange⸗ kündigt, damit ſagte er mir auch nichts Neues. Sie war gegen Einbruch der Nacht entflohen; die Frau Marſchallin hatte ihren Bedienten befohlen, ſie in der Stadt und in den Umgebungen zu ſuchen. Sie war in eigener Perſon zu dem Präſidenten und zu dem Pfarrer gegangen, und hatte ſie inſtändigſt gebeten, Nachſuchungen anſtellen und die junge Frau, wenn man ſie finden ſollte, nach Biron führen zu laſſen. Die Bedienten waren nicht verliebt; es war ihnen ſehr gleichgiltig, ob Colombe gefunden wurde oder nicht, und es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß ſie die Nacht im Wirthshauſe mit Kartenſpielen zubrachten. Und wirklich kamen ſie mit Tagesanbruch zu der Frau Baronin, um ihr zu ſagen, daß ſie Nichts geſehen hatten, und konnten kein Wort auf die Fragen antworten, welche unſer Wirth über die Orte, die ſie durchſucht hatten, an ſie richtete. Die Ba⸗ ronin war ſo nachſichtig, ihr Stillſchweigen ihrer Unkennt⸗ niß der Oertlichkeiten zuzuſchreiben, und reiſte ab.

Aus dieſem Berichte ging hervor, daß uns noch Alles zu thun übrig war; ich wünſchte mir Glück dazu, weil Nichts bewies, daß Colombe die Stadt verlaſſen habe, und weil ich entſchloſſen war, ſie auch in den verborgenſten Schlupfwinkeln aufzuſuchen.Mein Herr, ſagte Andrézu