Teil eines Werkes 
13. bis 15. Bändchen, Die heilige Ligue oder der Spion : 2. Band (1846) Der Spion
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Gemahlin mit einer aufrichtigen oder erheuchelten Zärt⸗ lichkeit. Er bot ihr den Arm, um ſie in ihre Gemächer zu führen; André folgte ihm, er half den Bedienten das Ge⸗ päcke der Baronin hinaufſchaffen. Der Marſchall fragte ſie, welchem glücklichen Zufall er das Vergnügen, ſie ſo bald wiederzuſehen, verdanke; dieſe Frage ſchien ſie in Er⸗ ſtaunen zu ſetzen und ſie erwiderte, daß ſie ſich ſeinen Be⸗ fehlen gefügt habe. Nach dieſer Antwort war es unmög⸗ lich, eine Erklärung zu vermeiden.

Der Marſchall erfuhr, daß ich André mit einer be⸗ ſtimmten Einladung an die Baronin, ſich zu ihrem Ge⸗ mahl zu begeben, nach Biron geſchickt hatte.»Er hofftes, fügte ſie hinzu,»daß ich ihm ſeine Colombe mit zurück⸗ bringen werde. Armer junger Menſch!« Das Geſicht des Marſchalls drückte heftige und einigermaßen verſchieden⸗ artige Gefühle aus.

Der Graf von Montpenſier und Herr von Villervi be⸗ eilten ſich herabzukommen; ſie wünſchten der Baronin zu ihrer glücklichen Ankunft Glück, und betrachteten den Mar⸗ ſchall mit einer gewiſſen ironiſchen Miene, welche ſeiner Gemahlin nicht zu entgehen ſchien. Dieſer erſte Eindruck würde ohne Zweifel verwiſcht worden ſein, aber ein un⸗ vorhergeſehener Zufall verdarb Alles.

Der troſtloſe, verzweifelte Juſtin erſchien plötzlich; er fiel der Baronin zu Füßen und beſchwor ſie, ſeine Tochter zu retten und ſie gegen den Rang und die Kühnheit des Marſchalls zu beſchützen. Das Aufſehen war nun da, und der Schritt Juſtin's war zum wenigſten unnütz, aber die