Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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führen laſſen, wo jetzt das bekannte ſchöne Stift St. Florian ſteht. Ich habe dieſe Geſchichte ſo zu be⸗ nutzen geſucht, wie ſie in meinen Plan zu taugen ſchien, und die wunderbare Erzählung von der Eut⸗ ſtehung einer Quelle am Fuße des Berges, um die müden Thiere zu laben, die den Wagen nicht mehr weiter ziehen wollten, auf etwas andere Art einge⸗ flochten.

19) Richt weit von der Stelle, wo der Sage nach der Körper des H. Florians begraben worden, ſteht jetzt das Stift der regulirten Chorherren zu St. Flo⸗ rian auf einem Hügel. An ſeinem Fuße entſpringt jene Quelle, wirklich die einzige mit friſchem gu⸗ tem Waſſer, in dieſer ſonſt ſo fruchtbaren, aber waſ⸗ ſerarmen Gegend. Das Stift zeichnet ſich durch äu⸗ ßere Schönheit der Bauart, durch eine treffliche Ver⸗ faſſung, noch mehr aber durch ſein würdiges Ober⸗ haupt, den gegenwärtigen Herrn Propſt, einen eben ſo kenntnißreichen als edlen Mann, und durch viele gelehrte ſchätzbare Mitglieder vor den meiſten Stif⸗ tern in Hſtreich und Deutſchland ſehr vortheilhaft aus.

20) Die Rachtfeyer der Venus des Catull wird nach Bürgers überſetung wohl den Meiſten bekannt ſeyn.

) Aera, Zeitrechnung.

22) Diocletian und Maximian waren ihrer Her⸗ kunft nach Illyriſche Bauern, wie denn überhaupt ſehr viele Kaiſer jener Zeit aus den unterſten Stän⸗ den waren.

23) Lutetiä, das heutige Paris.