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Lehren uͤber ſein zukuͤnftiges Benehmen zu ge⸗ ben, und dadurch ihre Anſichten gegenſeitig austauſchten, gewannen ſie fuͤr einander die in⸗ nigſte Hochachtung und Freundſchaft.„Ach“, rief der Abbe aus,„wenn alle Philoſophen ſo daͤchten, wie Sie! ℳ„und alle Theologen wie Sie!“ entgegnete Thierry;„gewiß man wuͤrde dann nicht ſo oft den Schmerz haben, einen Streit zwiſchen der Wiſſenſchaft und einem Stande zu ſehen, der das Ehrwuͤrdigſte wü wahren ſoll.“
Deſodry war einige Augenblicke aus dem Zimmer gegangen; man hatte ihn benachrich⸗ tigt, es wuͤnſche ihn jemand zu ſprechen. Er fand Mad. Derblay vor der Thuͤr in ihrem Wagen. Sie war eben im Begriff, ſich wegen ihres Prozeſſes zum Praͤſidenten zu begeben, und hatte die Gelegenheit nicht verſaͤumen wollen, dem Freunde ihren Gluͤckwunſch abzuſtatten. „Ich war“, rief ſie ihm entgegen,„gegenwär⸗ tig in der Kicche. O, Sie haben herrlich ge⸗ handelt; das wird ein Aufſehen in der Stadt geben! ganz Paris wird davon ſprechen„.


