Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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von ſeiner kleinen Stadt lebte ein gewiſſer Herr Morumbert zurůckgezogen auf ſeinem Gute und, wie es ſchien, ganz dem Landbau ſich widmend. Während den drei oder vier Jahren, welche Georg in ſeiner Heimath zubrachte, hatte er

mehrmals Gelegenheit gehabt, mit ihm zu ſpre⸗ chen, und er bemerkte daß er ein eben ſo ehrli⸗

cher als verdienſtboller Mann war. Aber auch

Morambert ſchäzte Georg. Während fäſt die ganze Stadt ſich uber die Gutmuͤthigkeit des Lezteren, die man Albernheit nannte, luſtig

machte, hatte Morambert die Achtung, welche

ihm der junge Mann bezeigte, mit einem glei⸗

chen Gefuͤhle erwiedert. Unter der Hand hatte

ſich Georg nach den nähern Lebensumſtanden

ſeines Bekannten erkundigt. Es iſt ein alter Ausſpruch: daß nichts einfacher zu ſeyn pflegt,

als das Leben eines guten Menſchen, und wirk⸗

lich war dies auch hier der Fall; da war kein

Lärm, keine verſchlungenen Ereigniſſe, keine

Charlatanerie und folglich auch kein Scandal

und kein großer Ruf. Aber mitten unter den

Unruhen und den politiſchen Kaͤmpfen, und wenn

ein Volk wechſelsweiſe dem Despotismus der

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