den Zorn, welcher in dem Geſicht Ortleburg's mit ſeiner faſt rathloſen Beſtürzung kämpfte, mußte der eingetretene Zwiſchenfall offenbar ſeiner Abſicht vorgegriffen haben.
„Was es gibt?“ beantwortete Flodruft die an ihn gerichteten Zurufe.„Die von Ortleburg und Negro haben den Danebrog und das braunſchweigiſche Roß von den Stangen ihrer Fahnen geriſſen. Sie ſchreien:„Hoch die Liga! Hoch der Kaiſer!“ Die Schüſſe, welche Sie ge⸗ hört haben, galten den Offizieren, welche die Meuterer zu ihrer Pflicht zurückzuführen verſuchten. Kaum daß ich mich ſelber aus den Händen der Schurken noch hierher zu retten vermochte.“
„Verrath!“
„Ja, Verrath!“ rief Ortleburg, unter der Einge⸗ bung des Augenblicks zu einem äußerſten verzweifelten Entſchluß ſich aufraffend.„Doch die Verräther, meine Herren, weilen mitten unter Ihnen. Dieſe ſind's! Im Namen des Herzogs“, kehrte er ſich zu den mit ihm gekommenen Offizieren,„verhaften Sie auf der Stelle die Oberſten von Rantzau und Flodruft. Auch der Oberſt Graf Solms muß bis zur Dämpfung des angeſtifteten Aufſtandes in Verwahrung genommen werden. Für die meinem Befehl anbertrauten Regimenter verbürge ich mich.“
„Hoch die Liga! Hoch der Kaiſer! Hoch Graf Ortle⸗
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