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als einen harten Despoten, erniedrige aber ihn auch nie zu einem gutmuͤthigen ſchwachen Regenten, der die groͤbſten Uebertretungen ſeiner Geſete nicht ſo ge⸗ nau nimmt. Die Geſetze, nach welchen er handelt, ſind unveraͤnderlich. Sie gruͤnden ſich eben ſo feſt auf ſeine Heiligkeit und Gerechtigkeit, als auf ſeine Guͤte und Barmherzigkeit.
Vergiß aber auch nie, wenn du uͤber Gott nach⸗ denkſt, daß deine Vernunft eingeſchraͤnkt iſt, daß ſelbſt die Stimme der Offenbahrung dir nicht mehr ſagen kann, als du zu faſſen vermoͤgend biſt. Handle alſo dieſer Regel ſtets gemäͤß, und ſuche, wenn du uͤber Gott nachdenkſt, nicht bloß deinen Scharfſinn oder deine Weerb⸗ zu befriedigen, ſondern deine Liebe zu Gott zu befeſtigen und zu ſtär⸗ ken. Lenke daher dein Nachdenken uͤber Gott hauptſächlich auf alles dasjenige, was durch die Betrachtung ſeiner erhabenen Eigenſchaften Eifluß auf dein moraliſches Gefuͤhl hat. Laß dich die Be⸗ trachtung ſeiner Allmacht zur Bewunderung und Ehr⸗ furcht, jeden Beweiß ſeiner weiſen Vorſehung zum Vertrauen auf ihn, jede Empfindung ſeiner Liebe und Guͤte zu groͤßerer Liebe, zur vermehrten Dankbarkeit gegen ihn antreiben. Erwaͤge die Weisheit ſeiner Geſetze, und lerne daraus neue Treue, neuen Ge⸗ horſam.
Mache dich ferner, wenn du vernuͤnftig uͤber Gott nachdenken willſt, mit den noͤthigen Huͤlfsmit⸗ teln die dich bey dieſem Nachdenken unter⸗ ſtutzen


