Teil eines Werkes 
Zweyte Abtheilung (1798)
Entstehung
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Laßt uns dieſe vier Saͤtze noch genauer unter⸗

ſuchen.

Menſch, der du ſtets gluͤcklich biſt, der du dich ſo gern und froh an dem Sonnenſchein deines irdi⸗ ſchen Gluͤcks wärmſt, der du nur heitere, nie oder boͤchſt ſelten trube Tage zählſt, frage dein eignes Herz; kennſt und ſchätzeſt du wohl den hohen Werth ſeder chriſtlichen Tugend? Kannſt du beurtheilen, wie ſelig der Menſch iſt, der ſeiner Pflicht jedes noch ſo reißende Gluck dieſer Erde aufopfert? Kannſt du den Werth der Religion hinlänglich ſchätzen, die dein Herz uber alles erhebt, was irdiſch iſt? Daͤucht dir wohl im Sonnenſchein des Gluͤcks die Lugend mehr werth, als alle dieſe irdiſchen Guͤter, die du beſitzeſt? Wuͤrdeſt du dieſe Guter oder die Tugend lieber aufopfern, wenn du zwiſchen dem Verluſt der einen oder der andern wählen müßteſt? Ferner: Fuͤhlſt du wohl, um⸗ geben von ſinnlicher Luſt, die geiſtigen Freuden ſo ſtark, als jene Freuden der Sinnlichkeit? Ziehſt du nicht das Vergnügen der letztern den erſtern weit vor? Däucht das Wohlgeſallen Gottes dir wirklich wuͤn⸗ ſchenswerther, als die truͤgliche ungewiſſe Ehre des Beyfalls der Menſchen, wenn dieſer Beyfall dich be⸗ rauſcht, mehr als jedes floͤchtige Gluck dieſer Erde, wenn du in dem Schoos dieſes Gluͤcks ſitzeſt? Oder wie? fuͤhlſt du in dem Rauſche der irdiſchen Freuden, die dich umgeben, den Werth jeder chriſtlichen Tu⸗ gend nur ſchwach oder gar nicht? Biſt du, kiehling des irdiſchen Gluͤcks, ſtolz auf die Wuͤrde des Chri⸗

ſten,