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den Gott liebt! Dieß muß auch dein Bild ſeyn, wenn du dich mit Wahrheit ruͤhmen willſt, daß du Gott liebſt.
Liebe gegen Gott iſt die Quelle deiner Liebe ge⸗ gen die Menſchen, deine Bruͤder. Dieſe Liebe er⸗ fordert von dir richtige Schätzung des Werths der menſchlichen Natur. Du mußt nie vergeſſen, daß ie, wie du, mit Vernunft und Freyheit begabte, zur Unſterblichkeit erſchaffene Geſchoͤpfe ſind, Du mußt dich ſtets erinnern, wer du guch ſeyſt, daß ſie dir gleich ſind, daß nicht äußere Vorzuͤge, ſon⸗ dern der innere Werth ihrer moraliſchen Natur den Rang beſtimmt, der ihnen in dem Reiche der Schoͤ⸗ pfung Gottes zukommt. Du mußt nie die Abhaän⸗ gigkeit vergeſſen, in welcher du mit ihnen, und ſie mit dir ſtehen. Aus allen dieſen Begriffen und Empfin⸗ dungen muß ein wahres unermuͤdetes Wohlwollen gegen ſie, ein unermuͤbetes Beſtreben, an ihrem Zu⸗ ſtand Theil zu nehmen, dein Herz den Empfindun⸗ gen der Mitfreude, des Mitleidens, der liebreichen Gefälligkeiten gegen ſie zu oͤfnen, erwachſen. Dieß alles wird dich mit einem aufrichtigen Eifer beſeelen, ihnen nuͤtzlich zu ſeyn, und deine Kräfte gern der Befoͤrderung ihres Wohlſtandes aufzuopfern. Alle dieſe Empfindungen der wahren Menſchenliebe wer⸗ den dich antreiben, mit beſtäͤndiger Hinſicht auf den Willen Gottes nach dem Beyſpiel Jeſu alle deine Kräfte zu Befoͤrderung des allgemeinen Wohls der Menſchheit treulich anzuwenden. Dieſer Trieb, das
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