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darf dieß wagen? ſind ihre Motive, wenigſtens nicht diejenigen, auf welche Jeſus Chriſtus die Tugend, die er ſeine Freunde und Bekenner lehrte, gegruͤndet hat. Laßt alſo den Weltweiſen unſers Zeitalters ihre eigene Huͤlle der Tugend, und wandelt auf dem ſichrern We⸗ ge, den euch Jeſus Chriſtus vorgezeichnet hat. Gewiß wird er euch nicht irre fuͤhren, wenn ihr ihn mit Treue und Eifer verfolgt. Iſt es alſo euer Ernſt, aufrich⸗ tige Bekenner eures Heilandes zu ſeyn, und weder Spott noch Verachtung euch abſchrecken, weder keiden⸗ ſchaſt noch Beyſpiel euch abhalten zu laſſen, den Ehren⸗ vollen Namen des Chriſten durch euern Wandel zu verdienen: ſo tretet mit mir vor das Auge des All⸗ wiſſenden und Allgegenwaͤrtigen, weihet euch ganz ſeinem Dienſt, und ſchwoͤret mit mir:
Dir o Gott, der du alles weißt, der du pruͤfeſt und erforſcheſt, ob wir es redlich meynen! Dir widmen wir unſer Leben, unſere Kraͤfte, alle unſere Begierden. Heilige unſer Herz, daß es dir ganz ergeben ſey, und laß aufrichtige ungeheuchelte Liebe zu dir die Quelle aller unſerer moraliſchen Handlungen ſeyn. Laß uns deinen Geboten, den Geboten der liebe, ſtets treu und gehorſam ſeyn. Laß uns ſtets ſo leben, ſo han⸗ deln, wie es ſich fuͤr Menſchen ſchickt, die du durch deinen Sohn Jeſum Chriſtum zu einer ſeligen Un⸗ ſterblichkeit beruffen haſt. Wenn unſere Kraͤſte zum Kampf wider die Suͤnde ermatten, ſo ſtarke du uns, unſer Vater und Herr, durch den maͤchtigen Bey⸗ ſtand deines Geiſtes, daß wir alle Verſuchung zur
Suͤnde


