Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Hynek erröthete ein wenig, denn ihm kam alsbald die klägliche Rolle in den Sinn, die er bei jenem Auf⸗ tritt geſpielt hatte. Er ſchielte ſeitwärts nach der Fra⸗ gerin, um auf ihren Mienen zu leſen, in welcher Abſicht ſie die Frage an ihn richtete. Zu ſeiner großen Beru⸗ higung fand er keine Spur von Spott darauf, und ſo antwortete er leichten Herzens:

Die Störung war wenigſtens für den treueſten Eurer Diener unangenehm genug, um nicht ſogleich zu vergeſſen.

Und Ihr müßt geſtehen, erwiederte Kunigunde, daß die Geſtalt an und für ſich auch geeignet war, ſich dem Gedächtniſſe einzuprägen. Sie war ſehr ſchön.

Wieder warf Hynek der Sprecherin einen halben Seitenblick zu.

Wäre ſie wohl gar eiferſüchtig? dachte er.

Wenn ich ein Mann wäre, fuhr Kunigunde fort, ich würde wohl einen Verſuch machen, ſie wieder zu ſehen.

Schlägt ſie etwa gar auf den Buſch, dachte Hynek; ſollte ſie erfahren haben, daß ich wieder mit ihr zuſam⸗ mengetroffen?

Ihr waret immer ein Freund von Abenteuern, ſprach Kunigunde weiter,hier gäbe es für Euch eine Gelegenheit zu einem ganz ſeltſamen Abenteuer.

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