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mit ihm in's Vernehmen und ſtellt mir ihn gelegent⸗ lich vor.“
Damit entließ der König den Kanzler und begab ſich zur Königin, um dieſe von dem, was ſich begeben, in Kenntniß zu ſetzen.
Die Königin glaubte nicht, daß Zäwis ſich an einem hochverrätheriſchen Unternehmen betheiligen werde, und ſie billigte die von dem König angeordneten Maßregeln, von denen ſie hoffte, daß ſie Zäwis von jedem Ver⸗ dacht reinigen würden. Der König theilte ihr dann mit, wie er den Mann, der durch ſeine Anzeige zu dieſen Maßregeln Anlaß gegeben, zu belohnen gedenke. Als er ſeinen Namen nannte, war die Königin ein wenig betrof⸗ fen, daß der Mann, deſſen Tochter Zäwis liebte, als Ankläger wider dieſen aufgetreten war, wenn auch viel⸗ leicht ohne es zu wollen.
Die Königin hatte ihre neue Dienerin mit großer Freundlichkeit aufgenommen und ihr eine Stelle an⸗ gewieſen, deren ſich kein Edelfräulein geſchämt hätte. Dadurch und durch eine immer ſich gleichbleibende güte⸗ volle Behandlung hatte ſie ſich ſchnell das Vertrauen des harmloſen Mädchens erobert und eine genaue Kenntniß von dem Zuſtande ihres Herzens gewonnen. Ohne ge⸗ radezu darnach zu fragen, hatte ſie erfahren, daß Libusa 1860. XVIII. Zäwiß von Roſenberg. I. 15


