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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ſich mit aufgehobenen Händen zugleich mit an die Frau und beſchwor beide Gatten, ſobald wie möglich aus dem Bereich des Unheils zu fliehen. Früher habe er abwehren können, aber ſeit dem Streiche, den er dem Jackel geſpielt, trauten die Feinde dem Mauſchel nicht mehr und ließen ihn nichts wiſſen. Darum habe er auch das heutige Unglück nicht verhindern können. Er habe wohl geahnt, daß ein Streich wider die Herrſchaft im Werk wäre, und ſeitdem unabläſſig gelauert und gewacht, um aller Gefahr zuvorzukommen, ohne die Herrſchaft zu beunruhigen. Darum habe er ſich auch ſo bemüht, die treue Eva als Kinds⸗ magd im Hauſe unterzubringen. Heut' habe er am wenigſten etwas Arges vermuthet, weil ſo viel Leute und Leben in der Mühle geweſen. An das Feueranlegen habe er freilich nicht ge⸗ dacht. Wie die beiden Slowoken gekommen, da habe er wohl Argwohn gefaßt, er habe ſie für verkappte Buſchklepper gehalten, aber ihrer Sprache nach wären's doch Slowoken geweſen. Als der Tanz losgegangen, habe er das Haus von draußen bewacht. Aber da er ſchon viele