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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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mein Bräutle herzhaft in die Arme geſchloſſen und ihr die hellen Thränen von den Augen geküßt, obgleich mir die meinen ſelbſt übergelaufen ſind.

Endlich ging es zum Mahle. Daß ich nun alles Widerwärtige in der Welt rein vergeſſen, darf Niemand wundern. Ich hätte ja mögen die ganze Welt umarmen. Böſe Menſchen gab's gar nicht mehr für mich. Stunde nach Stunde verflog mir in lauter Seligkeit. Als ich endlich

einmal aufſtand und in's untere Revier ging,

berührte die Sonne mit ihrem untern Rande ſchon das Liſengebirg. Wo iſt der Nachmittag hingekommen? fragt' ich den Mauſchel, der mir unter der Hausthür begegnete.Ja, wo iſt er hin? gab er zur Antwort,das Glück ver⸗ ſchlingt die Stunden, das Unglück leckt ſie auf! Da traten zwei Topfbinder zum Hofthor herein. Die finden's heut' gut, ſagte ich; unſer Herr läßt nie einen Slowoken ohne Geſchenk gehen, aber heut' möchte er ja Allen das Herz aus dem Leibe geben.Ich will erſt ſehen, ob's auch

Slowoken ſind, ſagte der Mauſchel und redete

die Topfbinder, die demüthig herantraten, auf