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Die stille Mühle : eine Geschichte aus Deutsch-Böhmen / von Elfried von Taura
Entstehung
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ihr das Kind abnahm und es wartete. Hatt' ich doch mein' Lebtag' keinen jungen Burſchen zwiſchen Vierzehn und Zwanzig geſehen, der gern ein kleines Kind angegriffen oder gar auf den Arm genommen hätte. Und der Mauſchel that es ſo ehrbar und geſchickt, als wär er ſchon einmal Kindsmagd geweſen. Die Frau Ge⸗ vatterin denn ſo mußt' ich die Frau Meiſterin nun nennen mußte allemal lächeln, wenn ſie ihm zuſchaute.

Eh' wir's uns verſahen, war der liebe Tauf⸗ tag da. Es war der erſte Juni, das Korn ſtand in voller Blüthe, und der Himmel meint' es ſo gut mit der Erde, wie mein Herr mit ſeiner kleinen Mutter. Na, die Erde war juſt auch eine ſegenſchwangere Mutter. In aller Früh' kam der Herr zu mir und ſagte:Jetzt, Franz, mußt Du nach Wernsdorf fahren und vorallererſt Deine künftigen Schwiegereltern und Schwägerin holen. Wer einmal auf Freiersfüßen gegangen,. aber doch erſt noch ſo unter der Hand, wie ich um's Wawerle damals, der weiß, wie mich das gekrabbelt hat von wegen der Schwieger- und