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Die Malerin von Dresden : Erzählung / von Elfried von Taura
Entstehung
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erkennen werden, zu geben verſucht. Nachdem Doris ihre Vergangenheit durch ihre Leiden und durch ihren ſtand⸗ haften Widerſtand gegen jede Verſuchung zu neuem Falle gebüßt und durch ein freudiges und thatkräftiges Erfaſſen des dargebotenen Heiles geſühnt, ſoll ſie ferner ohne Wanken die Heilsbahn wandeln, ſoll ſie durch entſchiede⸗ nes und eifriges Streben nach Vollendung ihres Weſens ſich den würdigſten ihres Geſchlechtes gleich und des höch⸗ ſten Glückes des Weibes würdig machen. Sie ſoll dieſes Glück nicht wie einen Raub an ſich reißen, ſie ſoll es ge⸗ rade dadurch verdienen, daß ſie es ſo lange von ſich weißt, als ſie nicht die durch den Fehltritt ihrer Jugend verletzte Würde des Weibes durch ein erfolgreiches Ringen über die Sphäre des ſpecifiſch⸗weiblichen hinaus in die Sphäre künſtleriſcher Meiſterſchaft und höchſter menſchlicher Frei⸗ heit vollkommen verföhnt hat.

Möchten die Leſer finden, daß dieſer Verſuch dem Verfaſſer nicht mißlungen.

Freiberg in Sachſen.

Elfried von Taura.