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nen mag, iſt am allerwenigſten ein Ge⸗ ſchoͤpf der Phantaſie. Er hat wirklich gelebt, vielleicht nicht eben in dieſen Ver⸗ haͤltniſſen; dennoch erkennt ihn wieder, wer ihn je gekannt.
Bei„Tugend oder Suͤnde?“ wird vielleicht mancher Leſer, gewiß manche Le⸗ ſerin fragen, warum ich eben dieſen Stoff gewaͤhlt? Ich antworte, daß ich mich unwiderſtehlich gedraͤngt fuͤhlte, das An⸗ denken einer Frau zu feiern, die unſern Zeiten angehoͤrte, und mehr als Lucretia war. Ich habe geſtrebt, ihr Bild auszu⸗ ſchmuͤcken mit Allem, was von Kraft und Liebe in mir noch lebt, und kann es nicht bereuen. Ich muß nur noch bemerken, als Entſchuldigung für manches Mangel⸗
hafte in der Schilderung der Kataſtrophe,


