Teil eines Werkes 
1. Band, Wohlauf, nach Westen! : 1. Theil (1837)
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ters der Natur aufgewachſen, mit Gefahren, oder wenig⸗

ſtens mit der noch friſchen Erinnerung an Gefahren vertraut, von Jugend auf gewöhnt, die noch lebenden Anſiedler des Weſten von den Müheſeligkeiten und Leiden, welche ſie gefunden, überſtanden und beſiegt, als ſie allein in der Wildniß lebten, erzählen zu hören; von liſtigen, rachſüchtigen Wilden heimlich bewacht, belauert und umla⸗ gert, erlangten ſie ein inſtinktartiges Bewußtſein der ſtets drohenden Gefahren, und lernten, ohne ein Zucken, dem Tode und jeder Art Qualen in das Geſicht zu ſchauen. Das Ergebniß ihrer eigenthümlichen Lage, ihrer Sitten und Denkweiſe war eine Menſchenrage, welche eine Furchtloſigkeit vor Gefahren, einen kühnen unter⸗ nehmungsgeiſt, eine Kraft zur Ertragung von Mühſelig⸗ keiten und Entbehrungen, eine Unabhängigkeit der Seele in ſich vereinigte, wie man dieſe Eigenſchaften in dem Vorſchreiten und der Ausbildung des civiliſirten Lebens vielleicht in keinem Lande, außer den Vereinigten Staaten vergeſellſchaftet fand.

Und dies iſt auch die große Eigenthümlichkeit dieſer neueſten aller möglichen Welten, das Weſtland genannt. Nirgends ſonſt wird man dieſe Vereinigung von ſchein⸗ bar Unverträglichem finden, wie ſie in dieſem merkwür⸗ digen Lande beſteht. Nirgends ſonſt finden wir in Block⸗ häuſern, inmitten der Urwälder, Frauen, welche in dem Geſellſchaftsſaal ihre Bildung erhalten, Männer, welche in der großen Welt als Krieger, Staatsmänner und Redner