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Sonſt war es eine aͤußerſt unlenkſame und rebelliſche Stimme, die beſtaͤndig uͤber die Straͤnge ſchlug, bald zu hoch, bald zu tief war und fortwaͤhrend vom Diskant zum Baß uͤberging, ohne im Mindeſten dazu vorzuberei⸗ ten, wie etwa ein verzweifelt ſtark gerittener Gaul, der ploͤtzlich vom Galopp in den Trab, vom Trab zu einem ſchandbaren Paß uͤbergeht und endlich mit Stillſtand aufhoͤrt.
Hierzu muͤſſen wir noch fuͤgen, daß die gute Mildred durch die Naſe ſang und haͤßliche ſchiefe Ge⸗ ſichter ſchnitt, grade wie eine Primadonna.
Gregor Motte, der ſich damit bruͤſtete, daß er ein Oxforder Gelehrter und ein Cavalier dazu ſei, beſaß eine beſondere Abneigung gegen lange Pſalmen, beſon⸗ ders gegen den 119., die Mildred ſehr liebte. Wenn, wie der witzigſte aller Witzlinge, der Verfaſſer des Hu⸗ dibras, behauptet, die Puritaner den Cavalieren zum Poſſen fromm waren, ſo laͤßt ſich mit gleichem Rechte behaupten, daß die Cavaliere nur den Puritanern zum Poſſen fluchten und ſich ihren Ausſchweifungen hinga⸗ ben. Es war ein merkwuͤrdiger Streit— auf der einen Seite, wer der Beſte, auf der andern Seite, wer der Schlechteſte ſein ſollte. Wie dem aber auch ſein mochte, ſo war der Kampf, welcher eine Nation mit Blut uͤber⸗ ſtroͤmte und einem Monarchen den Kopf gekoſtet hatte, auch bis in Mr. Tyringhams Kuͤche gedrungen und ſtoͤrte die gewohnte Ruhe derſelben bedeutend. Jene beiden Bollwerke des Glaubens kamen faſt nie zuſam⸗


