Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
Einzelbild herunterladen

— ℳ9—

Hand, als Gilfillan eintrat und in ſeinem heiterſten Tone begann:— 1

„Mein theurer Herr Weſtbrook, bei meiner Seele, ihr ſeid willkommen!“

Sybrandt unterbrach ihn ohne Ceremonie:

„Eine Frage, Oberſt Gilfillan! Wenn ich euch ſage, daß ſie mich im höchſten Grade intereſſirt, hoffe ich, ihr beant⸗ wortet ſie mir offen. Woher habt ihr dieſes Gemälde?“

Gilfillan fühlte ſich in der Lage deſſen, der auf etwas ertappt worden, das er nicht rechtfertigen kann; er nahm daher ſeine Zuflucht zu der Miene ſtolzer Gleichgiltigkeit; überdies that das ſchnupftabaksfarbene Kleid unſerm Hel⸗ den auch hier einen ſchlimmen Dienſt. Es brachte Gil⸗ fillan auf den Gedanken, er habe einen Bauern vom erſten Waſſer vor ſich, mit welchem er nach Belieben ſpielen und ſeinen Scherz treiben könne. Nie hat ſich jemand gröblicher geirrt, als Oberſt Gilfillan. Er ahnte wenig, daß das grobe Kleid einen Mann umſchließe, wel⸗ cher von dem Pfade nicht abweichen werde, welchen er gewählt, wer ſich ihm auch entgegenſtelle. Er antwortete daher mit ſorgloſem, wenn nicht verächtlichem Stolze:—

„Gewiß, Herr— W— Herr Weſtbrook; es ſteht euch vollkommen frei, zu fragen, was ihr wollt: erlaubt mir aber zu bemerken, daß es von mir abhängt, ob ich antworten will.“

Aber, Sir, ihr werdet mir erlauben zu bemerken, daß ihr ſo gütig ſein müßt, meine Frage zu beantworten.“