Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1820)
Entstehung
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Weſendunſt zuckten; wo ein finſterer, endloſer, bleierner Sonnenkörper nur Flammen und Son⸗ nen einſog, ohne von ihnen hell zu werden und als ich in der unabſehlichen Ferne ein Gebirge mit einem blitzenden Schnee aus zuſammengerück⸗ ten Sonnen ſtehen und doch noch über ihm Milch⸗ ſtraßen als dünne Mondſicheln hängen ſah: ſo hob ſich und beugte ſich mein Geiſt unter der Schwere des All, und ich ſagte zur blitzenden Geſtalt: laſſ' ab, und führe mich nicht weiter; ich werde zu ein⸗ ſam in der Schöpfung; ich werde noch einſamer in ihren Wüſten; die volle Welt iſt groß, aber die leere

iſt noch größer und mit dem All wächſt die Wüſte.

Da berührte mich die Geſtalt, wie ein war⸗

mer Hauch, und ſprach ſanfter als bisher: c vor

Gott beſteht keine Leere; um die Sterne, zwi⸗ «ſchen den Sternen wohnt das rechte All. Aber «dein Geiſt verträgt nur irdiſche Pilder des Ue⸗ &berirdiſchen; ſchaue die Bilder.

Siehe! da wurden meine Augen aufgethan, und ich ſah ein unermeßliches Lichtmeer ſtehen, worin die Sonnen und Erden nur als ſchwarze Felſeninſeln verſtreuet waren, und ich war in,

nicht auf dem Meere und nirgends erſchien Boden, 1. 15