169
fehlten der Lärm und die Aufregung des großen Handelsverkehrs, und ſeine Thatkraft, ſeine Rührig⸗ keit konnten der täglichen Anforderungen des Berufs⸗ lebens nicht entbehren. Jetzt hat er ſich eingewöhnt und iſt ruhiger, friedlicher geworden. Von Zeit zu Zeit machen wir uns Beide das wehmüthige Ver⸗ gnügen, einen prüfenden Rückblick auf die durchmeſ⸗ ſene Lebensbahn zu werfen; wir ſehen ſie, wie die antike Heerſtraße, von Gräbern beſäumt, und wir beſchwören die geliebten Geiſter herauf, welche in jenen herbergen. Vornehmlich iſt es die Weihnachks⸗ zeit und der Chriſtabend, wo wir uns der fröhlichen Vereinigungen von ehedem erinnern und wo unſere jetzige Verlaſſenheit und unſer Alleinſtehen uns er⸗ ſchrecken. Allmälig kommt Schweigen über unſere armen ſchwachen greiſen Häupter, die wir auf den verlaſſenen öden Herd des Hauſes ſtützen, und un⸗ ſere vielgeliebten Todten ſprechen dann ganz leiſe mit uns.
Pierce's glänzende Jugend hebt ſich lebhaft von dieſem verdüſterten Grunde ab. Er iſt jetzt ein kraft⸗ ſtrotzender aufſchäumender Jüngling, der den Ruhm ſo leidenſchaftlich und glühend liebt wie Andere eine Geliebte. Als es ſich darum handelte, für ihn einen Stand zu wählen, rief er kühn:„Ich würde lieber als gemeiner Soldat eintreten, als den Kriegerſtand aufgeben!“
„Wohlan denn, mein Sohn! ſo ſollſt Du Mili⸗ tär werden!“ entgegnete ihm ſein Vater augen⸗ blicklich.
An Hugh's Stelle wäre ich nicht ſo ſtoiſch ge⸗ weſen. Glücklicherweiſe iſt Frank trotz der ſchreck⸗


