Teil eines Werkes 
6. Band (1832)
Entstehung
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der Beredſamkeit, in der Kunſt, mit den Augen und dem Geſichte zu ſprechen wie mit der Zunge; denn in jeder Penſton von hohem Ruf ſpielt man Komoͤdie.

Um mit einem Worte Alles zu ſagen, Amande iſt ein Tageswunder. Sie kennt den ganzen Walter Scott, Byron, Cooper, Hugo, Sainte⸗Beuve und Lamartine, ihr Geiſt hat ſich vor dem Hauche der Romantik er⸗ ſchloſſen. Sie hat Racine wenig geleſen, Fenelon gar nicht und ihre perlenumkraͤnzte Stirn erroͤthet und wendet ſich ab bei der derben Sprache des eingebildeten Kranken. Aber Amande, genaͤhrt mit dem fruchtbaren Manna unſerer modernen Meiſterwerke, hat ein geuͤbtes Ohr bei Marion Delorme's ungezwungenen Reden und ein probefeſtes Auge fuͤr Antoni's keuſche Liebe.

Fuͤget zu allen dieſen Eigenſchaften eines glaͤnzenden und wohlkultivirten Geiſtes, daß das liebenswuͤrdige Kind, wie jedes huͤbſche Maͤdchen, vor Allem das goͤtt⸗ liche Geheimniß beſitzt, ihrer Schoͤnheit das Salz des Schmuckes und die Schminke der Koketterie beizu⸗ geſellen, und wenn ihr nicht eingeſteht, daß ſie mit ſo viel Reiz, Anmuth, Geiſt und Gefuͤhl das voll⸗ kommenſte aller heirathsfaͤhigen Maͤdchen iſt, ſo ver⸗ dient ihr nicht, daß ihr reizendes Laͤcheln, ihr Zauber⸗ blick, indem er den Schwarm ihrer Anbeter durchlaͤuft, aus Zufall, Gluͤck, Zerſtreuung oder Laune euer Herz trifft.

Aber laßt euch nicht fangen! Ich warne euch.