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Das war der Laͤrmen nicht der Moͤrſer und Haubitzen, Den zwanzig Jahre mit weit donnernden Geſchuͤtzen Die Schlacht zu ihm emporgeraucht, Wenn auf dies wilde Meer ſein Hauch die Fahnen wehte, Die gleich den Maſten das Gedraͤng' der Woge maͤhte, Die nieder⸗ bald, bald aufgetaucht:—
Das war der Pharus, nicht Madrid, die Stadt der Zaven, Diana nicht ſchon fruͤh beim Klange der Fanfaren, Der Bivouak, im Schlaf von Sternenlicht erhellt, Nicht der Dragoner Schweif, der Grenadiere Wehren, Die rothen Lanzenreiter wimmelnd unter Speeren, So wie der Purpurmohn im reichen Aehrenfeld.
Nein, was ihn an ſich zieht, iſt dieſer roſ'ge Schatten
Des ſchoͤnen Kind's, das ſchlaͤft im lieblichen Ermatten Anmuthig wie der Orient,
Indeß die Amme ſich mit Liebe zu ihm neiget,
Ihm laͤchelnd an der Bruſt noch einen Tropfen zeiget, Und es mit Schmeichelnamen nennt!
Dann ſtuͤtzte auf den Stuhl der Vater ſeine Arme, Und ſchluchzend niederfloß aus voller Bruſt die warme, Die gluͤhe Liebesthraͤne ſchon.— Geſegnet ſei, o Kind! jetzt mit den kalten Haͤnden, Du einz'ges Weſen, das ſein Sinnen konnte wenden Von dem verlornen Weltenthron. V. 16
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