277
nur won langem Gaͤhnen unterbrochene Converſation beginnen. Wenn er einſchlafen koͤnnte! aber nein, der Grauſame wacht, um dem Maler den Gedanken ſeines Werks, das Verdienſt der Zuſammenſtellung ſeiner Fi⸗ guren zu verekeln, um die Form zu tadeln, die Hand⸗ lung zu kritiſiren, und mehr Feſtigkeit, mehr Effekt, mehr Glanz in der Farbe zu verlangen; er wacht, um Alles zu tadeln, was er loben koͤnnte und umgekehrt, und wenn ey fortgeht, um Berzeihung ſeiner Bemer⸗ kungen zu erlangen, verfehlt er nicht zu ſage: „Hebrigens achten Sie nicht auf das, was ich Ihnen da geſagt habe; ich kann mich ſehr gut irren, denn Nichts ennuyirt mich ſo wie die Malerei!’’? Victor Hugo arbeitet, er dichtet, er ſchreibt eine Scene. Seine Thuͤre iſt nicht verſchloſſen, er hat nicht auf den Gelangweilten gerechnet. Seine Freunde moͤ⸗ gen ihn beſuchen in der Straße Jean Goujon, welche er allein bewohnt, nicht weit von dem reizenden kleinen Hauſe Franz des Erſten, der Ruine, die man herge⸗ ſtellt hat, um eine Ruine daraus zu machen: das iſt ganz einfach; er erwartet ſie, die Thuͤre ſeines Kabi⸗ nets ſteht ihnen immer offen; aber konnte er vorher⸗ zſehen, daß ein Gelangweilter ſich wie eine Schnecke laͤngs des Boulevards und der Champs⸗Elyſées hin⸗ ſchleypen wuͤrde, um ſich eine ganze Stunde lang an ihn anzuklammern? Der Dichter iſt alſo gefangen; der Gelangweilte tritt gradezu ein, den Bedienten beiſeit


