widerſprechen, in ſeiner perſoͤnlichen Ueberlegenheit allen Einwendungen entzieht, als ſtolzes Argument hinwer⸗ fend:„Das iſt nicht ſo, weil ich es ſage; uͤberdem iſt es ſchlecht, erzſchlecht, langweilig zum Sterben 11
Das Leben dieſer Gelangweilten iſt fuͤr mich unbe⸗ greiflich. Ich kenne Zwanzig, die nicht fuͤnf Sous im Vermoͤgen haben und wie Millionairs auftreten. Sie haben Maitreſſen, Dienerſchaft, Equipagen, Handpferde, ſchoͤne Kleider, Prachtzimmer, jaͤhrliches Abonnement in drei, vier Theatern— wie machen ſie es? Ich weiß nicht. Wenn das Alles ſie noch ein wenig amuͤſirte, ſo wollte ich daruͤber froh ſein, weil wir ſie dann los waͤren! Ach! Nichts amuͤſirt ſie, zum Ungluͤck fuͤr uns! Sie erwachen um eilf Uhr, durchfliegen im Bette zwei bis drei Journale, die ſie ennuyiren— ich verzeihe ih⸗ nen das— leſen die Briefe ihrer Geliebten, welche ſie gaͤhnen machen, ſtehen um Mittag auf, bleiben bis ein Uhr unter den Haͤnden ihrer Kammerdiener, was ſie zur Ungeduld bringt(die Diener noch mehr als die Herren, will ich ſagen), dann gehen ſie fruͤhſtuͤcken nach einem der großen Kaffeehaͤuſer auf den Boulevards. Was ſoll man eſſen?— Die Karte hat gar keine Abwechſe⸗ lung.— Es iſt ſchauderhaft.— Wir werden am Ende von Ihnen abgehen, meine liebe Madam*er, wenn
Sie nicht jeden Tag etwas Neues haben, um unſeru
Magen zu reizen.— Das Getraͤnk iſt kochend, Gar⸗ von! wiſſen Sie nicht, daß ich es abgekuͤhlt haben will?


