Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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er durch einige Tempo's im kurzen Galopp vor den Logen, wo funfzig ſeiner Bekannten ſind, welche ſich uͤber ihn moquiren; er gruͤßt ſie wie ein albern einge⸗ bildetes Kind, das ſich freut, wenn man es Soldat ſpie⸗ len ſieht. Nach einigen Minuten werden die Concur⸗ renten in Linie auf der Rennbahn aufgeſtellt und das Zeichen zum Ablaufen erfolgt. Bei der erſten Tour haͤlt ſich der Gelangweilte ziemlich gut, die Sylphide iſt lange die dritte, ihr Jokey giebt ihr zu rechter Zeit ein Paar Sporen und Zuͤgelfreiheit und ſie uͤberholt mit einem Syrunge die beiden erſten Pferde; das macht: in dieſen erſten Minuten hat ſich der Gelangweilte zer⸗ ſtreut, er hat gelebt, er hat Korperkraft und Geiſtes⸗ thaͤtigkeit gefunden. Aber dieſe Spannfedern erſchlaffen bei ihm ſchnell: in der zweiten Tour iſt Alles todt. Die Sylphide laͤuft allein, das edle Thier! ſie fuͤhrt ihren Reiter fort und wird von ihm nicht mehr unterſtuͤtzt. Mit richtigen Huͤlfen wuͤrde ſie vielleicht den Preis da⸗ von tragen, weil ſie ein edler Eifer entflammt; verlaſ⸗ ſen, laͤuft ſie wohl noch, aber ſie laͤßt nach. Eine Se⸗ kunde ſolcher Erſchlaffung hat Alles verloren! Der gelbbraune Jokey denkt nicht mehr an das Rennen, er ennuyirt ſich, auch wird die Sylphide von all' ihren Mitbewerbern uͤberholt; ſie bleibt allein, weit, ſehr weit dahinter, beſchaͤmt, fliehend, um ſich zu verſtecken, aus⸗ gepfiffen, verhoͤhnt, angeſpuckt. Als ſie vor den Logen ankommt, empfaͤngt ein lautſchallendes Gelaͤchter den