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nen Kopf etwas exaltirt, ich weiß nicht warum. Habe ich lange geſchlafen?“— Sehen Sie nach der Uhr⸗ dreiviertel Stunden.—„Habe ich gar nicht geſpro⸗ chen?— Sie haben geſchlafen, ſage ich Ihnen.— „Wie kommt der Brief auf den Divan?“(Ich hatte
vergeſſen, ihn wieder an ſeinen Ort zu tragen, und be⸗ reute es ſchmerzlich. Schon zitterte ich.)— Ich habe ihn in Ihre Haͤnde gegeben, um zu ſehen—„Wahr⸗
haftig! Und mein Mann, was haben Sie von ihm ge⸗ hoͤrt?“— Nun. ſo viel ich habe erkennen moͤgen,
befindet er ſich recht wohl.—„Sie lachen? Waͤr' es moͤglich? Sie haͤtten Nichts geſehen?“— In ſolcher Entfernung! Dazu gehoͤrte in der That ein beſſer be⸗ gruͤndeter Rapport.—„Aber wie?(ſich im Spiegel betrachtend.) In welcher Unordnung bin ich? Was haben Sie denn mit mir gemacht?“— Sie waren etwas aufgeregt und da habe ich Sie beruhigt. Das iſt Alles.—„Ich muß glauben, was Sie mir ſagen. Aber ſehen Sie doch, ich, die in Ihren Gedanken leſen ſollte, ich erinnere mich gar Nichts mehr. Was habe ich alſo davon? Uebrigens iſt es eine wunderbare Sache. Ich entſinne mich noch des Moments, wo ich einſchlief und meines Erwachens. Wie das junge Maͤdchen herz⸗ haft ſchlaͤft! Werden Sie es von ſelbſt erwachen laſſen? Wird ſie es koͤnnen? Ich glaube, der Magnetismus iſt ihr gut.“— Ja, ganz gewiß! und Ihnen?—„O, — mir? Rein— ich weiß nicht.“
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