153
und ſchon das Schrecken, ſeine Fackeln ſchwingend, Mit einem blutig grauſen Morgenrothe Die ſchoͤne Flur der Heimath uns bedrohte. Noch mehr Gebein, den Gruͤften ſich entringend/ Stroͤmt dort hinein. Lebendige und Todte, In wirrer Fluth zum off'nen Schlunde dringend, Beeilen ſich, Die: wieder einzugeh'n, und Jene: dort die ew'ge Ruh' zu ſeh'n.
4.
Wie rings um euch die Waͤlle ſich erheben, Die Saͤulen von getrockneten Gebeinen,
Die grauſen Schaͤdel hoch darauf erſcheinen, Der Doriſchen Pilaſter Stuͤtzen geben
Die Zeit Ruine mit des Todes Steinen,— Altaͤre, Trauerzeichen euch umgeben—!
Der Welle Flieh'n, des duͤſtern Feuers Licht, Das Alles vom Geſchick des Menſchen ſpricht.
und, großer Gott! wie ſuͤndlich kuͤhn beeilen Sie die verhaͤngnißvolle droh'nde Stunde!
In blinder Wuth befoͤrdern ſie die Runde
Der fluͤchtig kurzen Jahre, die nicht weilen!— Sogar der Tod erſchrak im grauſen Schlunde Vor allen Opfern, blutend unter Beilen,
Als, heil'ge Freiheit! deinen Namen gellt
Ein blutiges Geſpenſt der bangen Welt.


