Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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den der Tod beim Buchſtaben Th ſeines franzoͤſich⸗la⸗ teiniſchen Noel uͤberſiel. Der Arzt behauptete, er ſei an Unverdaulichkeit geſtorben. Das iſt moͤglich, aber an einer Woͤrterbuchs⸗Unverdaulichkeit. Man ſtirbt von weniger!

Biographieen, wie die folgende, habt ihr gewiß ſchon hoͤren muͤſſen.Was? Ich? Ob ich Herrn Pitrat kenne? Ach, das will ich meinen! Das heißt, nicht gerade ihn, aber ſeine Familie, vorzuͤglich ſeine Frau Mutter das war eine Demoiſell Labal, die als Waͤſcherin in erſter Ehe eine Perſon von Wichtig⸗ keit heirathete, einen gewiſſen Staatsrath Dublonzet,

einen ſehr ſchoͤnen Mann, deſſen einaͤugiger Bruder,

beilaͤufig geſagt, ein wahres durchloͤchertes Sieb war, ein herzloſer Vielfraß, der ſein ganzes Vermoͤgen in Pferden durchbrachte und das ſeiner Frau mit, das er ſich hatte verſchreiben laſſen. Ach! das war das in⸗ tereſſanteſte, engelhafteſte Geſchoͤpf! Richt wie ihre Schweſter Madeleine, die Lange, Trockene, Magere mit den hochblonden Haaren, die ſich bei ihren Leb⸗ zeiten nicht eben zu gut aufgefuͤhrt hat. Sie konnte ſich ruͤhmen aber was geſchehen iſt, das iſt geſche⸗ hen und geht uns weiter nichts an. Sie hatte meh⸗ rere Kinder, man wußte nicht recht woher; der Ael⸗ teſte, ein ſehr angenehmer Menſch, hatte das Gluͤck, in eine der erſten Familien der Normandie zu kommen. Es war viel zu erſchnappen in dieſem Hauſe, wegen