Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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lung ſie verdammt, ewig unter der Laſt der Vorurtheile zu ſeufzen.

Bei ſeinem Namen ſeht ihr eine ganze Ver⸗ ſammlung ſchaudern, ihr ſeht die Anweſenden ſich dich⸗ ter zuſammendraͤngen, als ob ſie eine Geſpenſtergeſchichte im Ritterſaale eines gothiſchen Schloſſes erzaͤhlen hoͤr⸗ ten, oder wie Kinder, welche die Amme mit dem be⸗ ruͤchtigten Knecht Ruprecht bedroht.

Und der ploͤtzliche Schreck laͤßt ſich erklaͤren. Der Name des Scharfrichters deutet auf toͤdtlichen Beruf,⸗ er weckt in der Seele ſchauderhafte Erinnerungen, vor den Augen ſchwebt ein blutiges Wahnbild: ihr ſeht das Schaffot mit der ſchwarzrothen Planke, deren Farbe ein neuer Blutguß auffriſchen wird, ihr ſeht den bleier⸗ nen Koffer, in den ein Haupt ſtuͤrzt, weit ab vom Rumpfe geſchnellt ihr ſeht die Vernichtung vor der Zeit in ein Leben greifen, das noch lange Tage ſchauen konnte!

Darf man hiernach erſtaunen, daß die Gewaltigen, Hoͤherbegabten das Anathema uͤber das lebendige Werk⸗ zeug irdiſcher Juſtiz verhaͤngt, ohne welches Gott al⸗ lein das Recht bleiben wuͤrde, den unſchuldigen zu raͤchen, indem er den Strafbaren trifft?.

Es giebt zwei Menſchen in dieſem Manne: das ge⸗ ſchaffene Weſen, allen Uebrigen vor Gott und dem Ge⸗ ſetze gleich, und das beſondere Weſen, den fuͤrchterlichen Mittler zwiſchen Verbrechen und Strafe, der nur im Intereſſe der Geſellſchaft handelt, die ihn ausſtoͤßt, und

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