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bouillet ſo viel Fonds, um Merinoboͤcke zu erziehen; wuͤrde es denn etwas ſchaden, wenn man, mittelſt einer Geldhuͤlfe, zuweilen Nicomedes und Athalia auffuͤhren ließe? Die Barbarei derer, welche die Vorſtellungen des alten Theatre frangais aufhoͤren ließen, war eine unſchuldige kindiſche Handlung; man muß es glauben, aber es iſt doch immer eine Barbarei, deren traurige Folgen wir fuͤhlen, und Alle, welche Frankreichs litte⸗ rariſchen Ruhm lieben, wuͤrden unfehlbar mit Ver⸗ gnuͤgen das alte Theatre frangais wieder aufrichten ſehen, dieſe Art von Galerie oder litterariſchem Mu⸗ ſeum, deſſen eigenthuͤmlicher Werth dem Glanze neuer Dichtunoen, wenn ſie gut ſind, keinen Eintrag thun wird.. Architekten, Tonkuͤnſtler und Maler ſind weniger argwoͤhniſch und unduldſam, als die dramatiſchen Schrift⸗ ſteller.— Die Einen verlangen ſtets die Eroͤffnung der Muſeen fuͤr antike und moderne Werke, die Andern wollen nicht einmal, daß man Corneille's und Racine's Dichtungen lieſt. Ob vielleicht im Hintergrunde dieſer Achtserklaͤrung ein Gedanke liegt, der ſich an die Liebe zum Ruͤtzlichen knuͤpft, wollen wir fuͤr jetzt nicht tiefer unterſuchen. Wir begnuͤgen uns, Alles zuſammen⸗ faſſend, zu ſagen: daß wir bedroht ſind, in voͤllige Barbarei zu verſinken; daß dieſe Barbarei mit ziem⸗ lich uͤberlegter Berechnung eingefuͤhrt und unterhalten
wird; daß ſie bei der großen Maſſe ſo allgemein feſt⸗


