Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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wande, ihr Talent auf das Nuͤtzliche zu richten, vor Allem nach Geldgewinn und Anſtellungen trachten; ferner die Schriftſteller, welche in ihren Journalen, Broſchuͤren und Buͤchern, nur um die Leidenſchaften aufzuregen, ſo lebhafte wunderliche Bilder oder ſophi⸗ ſtiſche Raiſonnements gebrauchen, daß der Leſer, uͤber⸗ reizt und verblendet, nicht Muße hat, zu bemerken, ob man die regelmaͤßigen Sprachformen und die Geſetze des guten Geſchmacks beibehalten hat. Noch gehoͤrt in dieſe Kategorie eine gute Zahl Romanzendichter, Melo⸗ dram⸗ und Vandevillemacher, deren graͤßliche, freche Zuſammenſtellungen nur truͤbſelige Anſchlaͤge ſind, einem Schwarm iener gleichguͤltigen Barbaren, deren gbge⸗ nutzte Seelen nur durch das Gemaͤlde von Verbrechen und Ausſchweifungen noch etwas aufgemuntert werden koͤnnen, Geld aus der Taſche zu locken. Und in dieſer Beziehung glauben wir, daß das Theater, welches ge⸗ genwaͤrtig die einzige Gelegenheit bietet, litterariſche Anſichten und Kenntniſſe im Geiſte der Menge zu unter⸗ halten, von allen aufgeklaͤrten Maͤnnern der Regie⸗ rung einer beſondern Aufmerkſamkeit gewuͤrdigt wer⸗ den wird.*

Zu bemerken iſt, daß auf unſern Theatern die Bar⸗ barei des Geſchmacks der der Sitten vorangegangen iſt. Vor zehn Jahren kamen engliſche Schauſpieler nach

Paris, um Shakeſpeare's Dramen aufzufuͤhren; man warf ihnen Aepfel an den Kopf. Das war, in allen