Teil eines Werkes 
5. Band (1832)
Entstehung
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wird man fragen, bedroht ihr uns alſo mit Barbarei? Dieſe talentvollen Maͤnner, Dichter, Litteraten, Bau⸗ meiſter, Tonkuͤnſtler, Maler und Bildhauer, wider⸗ ſetzen ſie ſich nicht ganz natuͤrlich, durch die Zahl ihrer Werke, dem traurigen Einfluſſe des Unheils, das ihr verkuͤndet? 1

Gewiß: wenn das Publikum, das ſeit drei Jahren ausſchließlich mit politiſchen und Privat⸗ Intereſſen be⸗ ſchaͤftigt iſt, eine wahrhafte Aufmerkſamkeit auf die Kunſtſchoͤpfungen richten koͤnnte, die ihm geboten wer⸗ den, ſo unterliegt es keinem Zweifel, daß wir uns nicht uͤber das Einbrechen der Barbarei zu beklagen haben wuͤrden. Aber man vergeſſe nicht, die Barbarei von 1832 kommt von Gleichguͤltigkeit und Ueberdruß her; das iſt, was ſie charakteriſirt. So iſt, wie geſagt, die Gemaͤldeausſtellung von 1831 nach dem Urtheile aller Kenner diejenige geweſen, wo man die meiſten guten Werke geſehen. Gleichwohl und trotz der Anſtrengun⸗ 3 gen einiger Tagesblaͤtter, die Wahrheit dieſer That⸗ ſache zu verbreiten, hat die große Mehrheit des Publi⸗ kums in Frankreich nicht daran geglaubt, und ſelbſt in Paris hat ſich eine große Zahl der Gleichguͤltigen, die man Barbaren nennen kann, nicht einmal die Muhe geben wollen, es naͤher zu unterſuchen. Die Bluͤthe der Kunſt in einem Lande beruht auf zwei Elementen: auf guten Werken, welche daſelbſt entſtehen, und auf dem Intereſſe, welches die Nation an ihnen nimmt.

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