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Saint⸗Germain⸗!'Auxerrois demoliren zu ſehen. Ver⸗ gebens macht man noch ihren unerſetzlichen Gebrauch als Pfarrkirche geltend, ihr Alter, ihre hiſtoriſche Wich⸗ tigkeit und den Werth ihrer ſo zierlichen als originellen Architektur; man will ſie einmal zerſtoͤren, ſie muß ab⸗ geriſſen werden, und warum? weil die Dummkoͤpfe, von denen ſie vor ſechshundert Jahren erbaut iſt, nicht daran gedacht haben, ihre Facade parallel der Colon⸗ nade des Louvre zu machen, weil das Alignement der Nebenſtraßen durch ihre Erhaltung leiden wuͤrde, end⸗ lich, weil es nuͤtzlich iſt, weil man aus dem Verkaufe des Materials eine betraͤchtliche Summe loͤſen wuͤrde,— ein Fundamental⸗Argument, aus den Statuten der ſchwarzen Bande gezogen.
Dieſe Verachtung oder vielmehr dieſe allgemeine Gleichguͤltigkeit fuͤr antike und alterthuͤmliche Denk⸗ maͤler, deren wohl erhaltener Charakter den jungen Kuͤnſtlern, welche ernſtlich die Baukunſt ſtudiren wol⸗ len, als Ausgangspunkt dienen kann; dieſe Verachtung wirkt bis auf die Schulen zuruͤck. In der der ſchoͤnen Kuͤnſte zu Paris kann man ſehen, wenn die monatlichen und ſelbſt jaͤhrlichen Concurrenz⸗Arbeiten ausgeſtellt werden, bis zu welcher Hirn⸗ und Geſchmackloſigkeit ein Zoͤgling gerathen kann, der, einzig auf ſein Genie vertrauend, des Studiums der Meiſter, die ſich vor ihm ausgezeichnet haben, uͤberhoben zu ſein glaubt. Der Uebermuth gewiſſer junger Architekten in dieſer Hin⸗


