Uachtchritt zum zweiten Theile. An Herrn Ladvocat.
Jaxlenan, theurer Freund, denkt gewiß gleich mir, daß es unmöglich ſei, in einem Buche wie das Ihrige, das alle That⸗ ſachen und alle Namen umfaßt, einige Irrungen in Thatſachen und Namen zu vermeiden. Eine ſolche findet ſich denn in dem zu liebenswürdigen und zu gütigen Artikel unſers trefflichen und geiſtreichen Freundes Jal, unter der Aufſchrift Künſt⸗ lerabende, vor, und es liegt mir ſehr daran, ſie berichtigt zu ſehen, weil ſie mein litterariſches Gewiſſen angeht, das einen Theil meines moraliſchen ausmacht. Er ſchreibt mir nämlich mit Unrecht die Redaktion des unermeßlichen Textes zu den pittoresken Reiſen in das ehemalige Frank⸗ reich zu, an welchem ich nur durch eine ſehr ſchwache Ar⸗ beit Theil genommen habe. Sie wiſſen, daß ich zu beſchäf⸗ tigt bin, um mich Unterſuchungen hinzugeben, zu welchen eine Geduld gehört, bei deren bloßem Gedanken ich ſchon erſchrecke, und die mehrere ſolche Lebenszeiten, wie mir noch etwa übrig ſind, erſchöpfen würde. Dieſe Redaktion iſt, wie ich zu jeder Zeit öffentlich zu ſagen jede Gelegenheit be⸗ nutzt habe, das Werk des Herrn Taylor, unſers gemein⸗ ſchaftlichen Freundes, der in ſeiner arbeitſamen und uner⸗ müdlichen Thätigkeit Mittel gefunden hat, ihr faſt allein zu genügen. 4
Erzeigen Sie mir die Gefälligkeit, dieſe Erklärung zum An⸗ fange Ihres Druckfehler⸗Verzeichniſſes mitzutheilen, oder ihr jede andere Ihnen angemeſſen ſcheinende Publieität zu geben.
Ich bin Ihr aufrichtiger Freund
Charles Nodier.
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