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Rundtheilen einer Kathedrale entführt ſind. Ein Anderer lehrt ſeinen Hund die Skala, und bringt es wirklich dahin, daß er richtiger vokaliſirt, als manche zweibeinige Sänger. Noch Einer ſtopft Vögel aus, und geräth bei dem Schweife eines Goldammers und Perlhuhns in eben ſo großes Ent⸗ zücken, wie bei einer Stretta von Beethoven. Dieſer malt eben ſo gut Landſchaften, wie Ciceri Tenor ſingt. Jener klaſſificirt Schmetterlinge und Schnecken. Dieſer verwen⸗ det zu viele müßige Stunden, welche ihm die Kompoſi⸗ tion ſeiner trefflichen Partituren übrig läßt, an die Bota⸗ nik. Jener beſchäftigt ſich mit Allem, und ſpricht mit Geiſt, mit Sicherheit über den Mechanismus ſeiner Uhr und das Uhrwerk des menſchlichen Körpers, über die Diplo⸗ matik, über die Art, das Tuch zu färben, oder gute Ma⸗ caronis zu machen; er zeigt mit dem Finger gleich richtig auf die Stirnbeinnaht oder auf das Os ischium, wie auf eine harmoniſche Lizenz, die er ſich im Mosè erlaubt hat. Noch ein Anderer iſt trübgeſtimmt; Ihr glaubt vielleicht, ſeine Geliebte ſei ihm untreu worden? Ganz und gar nicht. Wegen einer Probe hat er nicht ins Hotel Bullion gehen können, wo man den ſchönſten chineſiſchen Kopf⸗ zermalmer verkauft hat, der ſich nur denken läßt. Wenn Ihr ihn des Morgens beſucht, ſo findet Ihr ihn in einem Mandarinenkleide, mit mexikaniſchem Untergewande, einer Nabohweſte und Sultanſtiefeln, auf dem Kopfe eine tar⸗ tariſche Mütze, türkiſche Piſtolen und einen japaniſchen Kri im Gürtel, wie er Akkorde auf einer Violine abſäbelt,


