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Aufwand reizte den Neid ſeiner Nebenbuhler, wodurch wie⸗ der ſeiner Eigenliebe geſchmeichelt ward. Es war eine Art von Triumph, ein unermeßliches Vermögen auf eine ſolche Art durchzubringen. Heut zu Tage, würde man den Nar⸗ ren auspfeifen, den eine ſolche Dummheit der Geißel der Satyre überliefert.
Erwählt man einen Stand, ſo muß man ohne Umſtände auch alle ſeine Verhältniſſe ſich gefallen laſſen, und mir ſcheint es, als ob eine mehr oder weniger übertriebene Galanterie, aus dem oder jenem Geſichtspunkte betrachtet, als bloßer Liebhaber ausgeübt, oder öffentlich bekannt, eine nothwendige Folge, ein mit dem Stande einer ſingenden, ſprechenden oder tanzenden Schauſpielerin unvermeidlich verbundenes Etwas ſei. Alles führt die junge Virtuoſin dazu hin, und man muß geſtehen, daß ſie von Unglück zu ſagen hat, wenn ſie nicht dahin gelangt. Mit der erſten Note ihrer Singaufgabe berühren auch Worte der Liebe ihr Ohr. Sehr häufig iſt es ihr Lehrer des Geſangs oder der Ausſprache, welcher die Mühe dieſer Doppelerziehung über ſich nimmt. Der Gegenſtand der beſondern Zunei⸗ gung ſeines Lehrers zu ſein, immer an ſeiner Seite zu ſitzen, ſtatt unter die übrige Menge verwieſen zu werden, ſeinen Rath über die kleinſten Dinge zu erhalten, während die Andern falſch oder, wenn ſie wollen, auch gar nicht ſingen mögen, in die erſte Linie vorgeſchoben zu werden mit einer ſo zärtlichen Sorgfalt, in den Prüfungen mit ſchriftlichen Bemerkungen oder mündlichen Vorerinnerungen ſich em⸗
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