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lich aber, wenn ihr Wirth ſie drängt, ihn zu bezahlen. Allerdings verſtehen die Damen, welche in der Oper ſin⸗ gen, in der Provinz wie in Paris, ſich noch einen zweiten Erwerbszweig anzueignen, der den dreifachen Vortheil ge⸗ währt, ihr Vorrücken in der dramatiſchen Laufbahn zu befördern, ihren Beifall ſicher zu ſtellen, und einen Zu⸗ ſchuß zu den Ausgaben und zu dem ſehr nützlichen, ja für eine Schauſpielerin ſögar nnentbehrlichen Toilettenaufwand zu verſtatten. Für die Frau eines einfachen Bürgers wäre es Tollheit, Brillanten, Schmuck, Cachemire zu kaufen, und ſich in Sammt mit ſeidenem Mantel zu kleiden. Für eine Virtuoſin iſt dieſes gut angewendetes Geld, Geld, deſſen Zinſen bald das Kapital wieder einbringen werden.
Aber, wird man ſagen, die Sitten haben ſich geändert; die vorige Regierung hatte Alles verdorben, wir genießen jetzt die Wohlthaten der Revolution, und wenn dies nicht bereits die Uneigennützigkeit der Machthaber im Staate hinreichend bewieſe, ſo würde ſchon das ſittliche Beneh⸗ men der Schauſpielerinnen Zeugniß für dieſe heilſame Reform ablegen. Wahr iſt's, es giebt jetzt allerdings nur ſeltne Ausnahmen, aber doch kann man noch immer nicht wie Despréaux zum Beſten dieſer Damen ſagen:
Es ſind ſelbſt deren ſechs, die ich Euch nennen könnte. Die Schauſpielerinnen führen im Allgemeinen ein geregel⸗ teres Leben als ſonſt; aber ſchreibt ſich dieſe Sittenver⸗ beſſerung nicht von der Verſtändigkeit der Männer her? Die Mittel der Verführung werden nicht mehr verſchwen⸗
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