Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Herr von Saint Simon iſt der Inbegriff ſeines Zeitalters.

Sagen Sie vielmehr, daß Saint Simon nur einen Schritt, nur einen Fuß aufzuheben braucht, um es zu überſchreiten, um es weit hinter ſich zu laſſen.

Welche tiefe Kenntniß der Vergangenheit!

Welche heilige Vorahnung der Zukunft!

Ich glaubte ihn von ganzem Herzen zu bewundern, aber Ihnen komme ich wahrhaftig nicht gleich. Ich bin eiferſüchtig auf Sie. Unſer geliebter Autor iſt ein großer Schriftſteller, ja ſogar ein großer Menſch, wenn Sie wol⸗ len; aber mehr verlangen Sie nicht von mir. Sie ma⸗ chen einen Gott daraus. 1

Was nennen Sie einen Menſchen! Was nennen Sie einen Gott! erwiederte der junge Saint⸗Simoniſt mit pedantiſcher Miene.Wenn ein glühender, kraft⸗ voller Haß, ein heiliger Zorn gegen die Mißbräuche, Laſter und Verbrechen einiger Menſchen Anſprüche ſind, um nicht mehr zu der Geſammt⸗Menſchheit zu gehören, ja dann war Saint Simon ein Gott!... Und indem der junge Mann dieſen Galimathias von ſich gab, glänzten ſeine Augen von fanatiſchem Feuer.

Der alte Mann ſchwieg einen Augenblick, und machte eine Miene, die man allenfalls ſo überſetzen könnte: ich hätte doch nicht geglaubt, daß die jetzigen jungen Men⸗ ſchen Herrn von Saint Simon ſo gut zu würdigen ver⸗ ſtänden, vorzüglich dieſer hier...; denn es iſt nicht Je⸗