ich mich, daß Sie Herrn von Saint Simon ſo hoch ſchätzen! Er hat Glück gemacht, großes Glück, er iſt viel geleſen worden, aber nur wenige Perſonen bewundern ihn mit dem leidenſchaftlichen Enthuſiasmus, erzeigen ihm die Verehrung, die er ſo ſehr verdient! Was mich betrifft, ſo iſt er ſeit vielen Jahren meine tägliche Nahrung, mein Vademecum, es vergeht kein Tag, wo ich ihn nicht we⸗ nigſtens einige Seiten läſe.“
„Da muß ich Ihnen Glück wünſchen, mein Herr! Wahrhaftig, Sie ſind viel glücklicher als ich, denn erſt ſeit kurzer Zeit erlabe ich mich an dieſer lebendigmachen⸗ den Quelle! Wie blind war ich! Vor 1829 kannte ich Saint Simon noch nicht, aber ſeit zwei Jahren hat er ſich meiner ganzen Seele bemächtigt.“—
„ Ja, ja, ſeit 1829 iſt er unſern jungen Leuten geof⸗ ſenbart worden. O, ich möchte noch wie Sie in der uollen Friſche dieſer köſtlichen Lektüre ſoi chhh Kraft! Welcher energiſche Stil!“—
„Der Stil? Sie denken noch an den Stil! Ei, was geht mich ſein Stil an. Sie bemerken noch ſeinen Stil?“
„Ich gebe zu, daß dies das geringſte ſeiner Benenne iſt. Aber welche Kraft des Gedanken!“
„Mehr, tauſendmal mehr als Gedanke!“
„Wie er ſeine Zeit und die Menlchen ſeinss Jahr⸗ hunderts beurtheilt!“
„Wie er ſich über ſie erhebt!“


