8 milie aus dem Stegreife, in einem violett ſeidenen wattirten Oberrocke vor.
Es gab eine augenblickliche Pauſe, während der Eine ſich wieder ſetzte, nachdem er ſeine Blätter in den quaſi⸗ chineſiſchen Kiosk getragen hatte, und der Andere ſein Buch in die Taſche ſteckte.
Der Alte ſtarb faſt vor Begierde zu ſprechen. Das ſah man deutlich. Er wendete ſich mehrere Male zu ſei⸗ nem Nachbar hin und huſtete. Endlich faßte er ſeinen Entſchluß, wie Jemand, der über einen Graben ſpringen will, und ſagte:
„Mein Herr, es iſt doch ſonderbar, daß die Kanone noch nicht losgegangen iſt, ſie iſt doch zwühnli ſehr pünktlich.“
„Unſtreitig deshalb, Weibs heute nicht ſchön genug iſt.“
„Die Leute fangen an ſich einzufinden. Man midd bald keine Stühle mehr haben können.“.
„Ich glaube es auch.“
„Mein Herr, es ſcheint, als ob Ihnen Ihre Lektüre großes Vergnügen gewähre. Unſtreitig ein ſehr intereſ⸗ ſantes Werk?“ 1
„Ach ja, mein Herr.“
„Ein berühmter Schriftſteller?“
„Beſſer als ein Schriftſteller.“
„Racine, Boſſuet, Fenelon?“
„Weder Racine, noch Boſſuet, aber Saint Simon.“
„Ach!“ ſchrie der Alte ganz außer ſich,„wie freue
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