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keine Schande machen. Er wird Euch bei der Hand neh⸗ men, Euch, den Armen, wie den Reichen; Euch, den Bürgerlichen, wie den Adeligen, und das frei, offen und gutherzig; nicht verſtellt und aus Berechnung, wie ſo manche Ex⸗Edelleute, die ihm nachäffen. Sehet, wie um den Greis her, den Euer Eifer glücklich, der Enthuſiasmus, den er einflößt, ſtolz macht, die Menge geſchäftig ſich drängt, wie ſie vor ihm laut und frei ſpricht, wie ſie lacht, ſich ärgert und wieder verträgt. Sehet, wie alle politiſchen, wiſſenſchaftlichen, litterariſchen und volksthümlichen Be⸗ rühmtheiten der Hauptſtadt, in beſchmutzten Stiefeln und in ſeidenen Strümpfen, in der Uniform, im Ueberrock oder Klapprock, hier durcheinander laufen; denn nicht Alle, die ſich hier einfinden, ſind in Equipagen gekommen, Ihr könnt es glauben! Und doch iſt die Straße von Landauern, Ca⸗ briolets, Kaleſchen und Tilbury's angefüllt, und doch iſt an der Thür und auf der Treppe eine Verwirrung von Kutſchern und Bedienten. Bei weitem die meiſten ſind im Omnibus und zu Fuß gekommen. Aber was kümmert es Lafayette, wie Ihr zu ihm kommt, wenn er Euch nur ſieht, und überzeugt iſt, daß Ihr nicht da ſeid, um ſchlecht vom Volke zu reden. Denn ſein Egoismus iſt die Liebe für's Volk: erſt das Volk, Frankreich, dann er; ihm könnt
Ihr, ſelbſt bei ihm, übel nachreden, er wird ſich darüber
nicht ärgern! Ich liebe ihn, dieſen Lafayette; ich liebe ihn, wie ein Sohn ſeinen Vater. Man entſchuldige mich; in meiner
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