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befohlen hat, mit 100 Franken monatlich zu leben und zu ſtudiren, wohnt darin. Sehet, jetzt kleidet er ſich zum Balle an. Er zieht leichte Socken über die weißen baum⸗ wollenen Strümpfe und dann Stiefeln darüber. Er macht ſich zu Fuß auf den Weg. Er kommt an, und in der Loge des Portiers, oder im Vorzimmer, ſetzt er ſich in Escapins. Seine Börſe iſt nicht leer, denn zwei Hundert⸗ Sols⸗Stücke ſind noch ganz behaglich darin. Er hätte zu Wagen kommen können; aber er will lieber die Mittel zum Spiel behalten. Er ſpielt, er verliert, will wieder nach Hauſe; und auf der Brücke Saint⸗Michel ſtiehlt ihm Je⸗ mand ſeinen Mantel und ſeine Schuhe.
Arme Jugend! Ihr bereitet durch Spiel ihren Unter⸗ gang. Ihr ſeid Barbaren. Sie liebt weder Ball noch
Konzert, meint Ihr? Ich glaube es wohl! Iſt es mög⸗
lich, daß ein rechtlicher Mann mit frohem Herzen die Tollheit begehen kann, für fünfhundert Perſonen Ball und Konzert da zu geben, wo höchſtens zweihundert ſich nach Gefallen bewegen können? Kann man, ohne böſen Wil⸗ len, ohne einen Akt des Haſſes und der Rache auszuüben, aus einem hübſchen Saal eine Badſtube machen, um fünf⸗ hundert Unglückliche darin am Abend zu ſieden und zu bra⸗ ten? Bei ſolchen Gelegenheiten mache ich, daß ich auf die Straße komme, denn ich fürchte die Menge, wie die Peſt. Finde ich Gedränge auf der Straße, ſo hindert mich
doch wenigſtens Niemand, mir mit Ellbogen⸗Stößen Platz
in anarhon Da iſt weder läſtiger Zwang noch Ergebenheit; . 5
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