Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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Bouquet Tuberoſen, das Schwindel erregt, und nach einer Minute des Genuſſes Gähnen veranlaßt, eine tanzende, ſingende, lachende und tändelnde Menge, welche meiner Meinung nach hundert Mal langweiliger und läſtiger als das gemeine Volk in Hemdsärmeln und Miütze iſt, welches noch geſtern auf unſern kothigen Straßenplätzen ſich tanzend umhertrieb?

Iſt das eine Abendgeſellſchaft? 1G

Oder iſt das vielleicht eine Vereinigung trübſeliger, vom Kopf bis zu den Füßen ſchwarz gekleideter, hinter grünen Tiſchen ſymmetriſch gereihter Männer, welche Hände voll Gold auf ſchöne ſpiegelglatte Karten ſetzen und ohne Mit⸗ leid das Vermögen ihrer, hinter ihren Stühlen mit vor⸗ geſtrecktem Hals, geſchwollenen Adern und ſtierem Blick dem Spiele zitternd zuſehenden Frauen verlieren, oder die Ausſteuer ihrer Töchter, die im anſtoßenden Saale ſtumm und nachdenkend tanzen, und die Liebesſchwüre einiger jun⸗ gen Herrchen mit ſpitzen Schnurbärten anhören, junger ſentimentaler Gecken, die ſie mit ſchönen Reden des Saint Simonismus und der Dichtkunſt in Verſuchung führen und verderben? Armſelige Frauen, welche am Abend zu ihren Töchtern geſagt hatten: Amalie, mache mir den Kopf⸗

putz, mein Kind: Du haſt mehr Geſchmack als Nardin:

Kompliment einer lieben Mutter, Sparſamkeit einer guten Frau! Armſelige Töchter, welche ihrem ſpielſüchti⸗

gen Vater ihr Taſchengeld in kleinen, wie ſie, zarten und

niedlichen Geſchenken zurückgeben. Ach, wie beklage ich